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BIO-CEL® MBR Labormodul für Versuchsanlagen
Mit einer kleinen Version des innovativen MBR Systems BIO-CEL® (BIO-CEL® Lab) stellt MICRODYN-NADIR auf der FILTECH in Wiesbaden einen neuen Modultyp vor, der es erlaubt, im Labormaßstab viele verschiedene Prozesse und Prozessvarianten zum Thema MBR zu untersuchen.
Die nächste innovative Generation von Abwasserbehandlungsverfahren sind Membranbioreaktoren (MBR), eine Weiterentwicklung des klassischen Belebungsverfahrens. Durch das BIO-CEL® Membranmodul wird die Nachklärung durch eine hocheffiziente und zuverlässige membrangestützte Biomasseseparation ersetzt, die einen wesentlich geringeren Platzbedarf erfordert.
Dank Ultrafiltrationsmembranen mit bester Trenn- und Flussleistung bietet das BIO-CEL® Membranmodul die effiziente, betriebssichere, kostengünstige und zukunftsweisende Lösung mit deutlich höheren Abbauleistungen und einem feststofffreien Ablauf.
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An vielen Stellen werden die Möglichkeiten des Einsatzes von Membranverfahren zur Spurenstoffelimination, der biologische Abbau von Substanzen wie z.B. Arzneimitteln und Industriechemikalien und die Optimierung des biologischen Prozesses in MBR untersucht. Diese oder weitergehende Untersuchungen (z.B. MBR als Vorstufe für eine weitere Behandlungsstufe, …) sollen durch den Einsatz eines sehr kleinen und hockflexiblen Labor MBR Moduls gefördert werden. |
Das BIO-CEL® Lab besitzt eine Membranfläche von 0,35 m³, die in einem PVC-Rahmen mit integrierter Belüftung über einen Membranrohrbelüfter installiert ist. Anschlüsse für Permeatabzug und Luftversorgung sind bereits vorhanden. Das Modul ist daher in Laboranlagen schnell einsatzbereit. Die eingesetzte Ultrafiltrationsmembran aus PES (Typ UP150) ist identisch mit der des „großen“ BIO-CEL® Moduls, so dass eine qualitative Aussage der Filtratwerte bei Versuchen gegeben ist.
Kläranlage mit MBR-Technik für Krankenhausabwasser
Wiesbaden, Januar 2012
BIO-CEL®-Referenzbroschüre Marienhospital
In der chemischen Industrie begegnet man heutzutage einer Vielzahl wirtschaftlicher und umweltbezogener Herausforderungen. Neben dem Streben nach Kosteneffizienz im globalen Umfeld erschweren auch immer stringenter werdende umweltpolitische Regularien die langfristige Existenz einer chemischen Anlage. Infolgedessen ist die MBR-Technologie mit ihren qualitativ hochwertigen Abwässern eine sehr willkommene Lösung für Abwasseranlagen in der Chemischen Industrie. Die MBR Referenz im Marienhospital in Gelsenkirchen stellt ein gutes Beispiel für eine Abwasseranlage dar, welche MBR aufgrund ihrer hohen Abwasserqualitätsanforderungen einsetzt.
Im Juli 2011 wurde am Marienhospital Gelsenkirchen die europaweit bisher einzige Kläranlage in Betrieb genommen, mit der Krankenhaus-Abwässer gereinigt und von Spurenstoffen befreit werden. Die Anlage ist im Rahmen des EU-Projekt „PILLS“ (Pharmaceutical Input and Elimination from Local Sources) unter Federführung der Emschergenossenschaft gebaut worden.
Das Ziel des Projektes ist es, Spurenstoffe im Abwasser, wie sie besonders in Krankenhäusern als Rückstände von Arzneimitteln und Röntgenkontrastmitteln anfallen, dezentral am Entstehungsort zu eliminieren.
Im Marienhospital werden rund 75.000 Patienten pro Jahr von etwa 1200 Mitarbeitern versorgt. Dabei fallen rund 200 m³/d Abwasser an, die bisher über die städtische Kanalisation in den nahen Schwarzbach eingeleitet wurden. Dieser Bach fungiert derzeit noch als offener Schmutzwasserlauf, soll aber im Zuge des Umbaus des Emschersystems renaturiert und abwasserfrei betrieben werden. Er wird unter anderem dann auch das gereinigte Wasser aus der neuen Kläranlage aufnehmen.
Die neue Kläranlage verfügt neben einer mechanischen und biologischen Klärung über weitere Reinigungsstufen wie eine Ultrafiltration mit getauchten Modulen, eine Ozonierung und eine Aktivkohlefiltration.
Zur Ultrafiltration sind drei getauchte Module vom Typ BC400 der Microdyn-Nadir GmbH installiert. Sie verfügen über insgesamt 1200 m² Membranfläche, durch die das biologisch gereinigte Abwasser aus dem Belebungsbecken abgezogen wird. Das Permeat der Ultrafiltration, das frei ist von Partikeln und Bakterien, wird anschließend einer Ozonierung und einer Aktivkohlefiltration zugeführt. Ozon bewirkt als starkes Oxidationsmittel das Aufbrechen der gelösten Spurenstoffmoleküle und wandelt sie in unbedenkliche Stoffe um. Alternativ dazu werden Spurenschadstoffe an pulverisierter Aktivkohle adsorbiert, die mitsamt diesen Stoffen abfiltriert wird.
Sollten Sie weitere technische Fragen haben, kontaktieren sie uns.
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