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anlässlich des Termins am 19. März, 15.3o Uhr, im Klärwerk Wiesbaden-Biebrich zum Thema:
Mehrfachnutzung von Abwasser durch moderne Membranen Innovatives Kooperationsprojekt der Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW), der Technischen Universität Darbstadt (TUD) und der Microdyn-Nadir-GmbH
Teilnehmer: Professor Martin Wagner, TU Darmstadt, wissenschaftliche Begleitung des Projekts
Walter Lamparter, Geschäftsführer Microdyn-Nadir GmbH
Dr. Stefan Krause, Leitung Forschung und Entwicklung Membran- und Modulhersteller
Joachim Wack, Betriebsleiter ELW
Michael Haeusler, Bereichsleiter Entwässerung Entsorgungsbetriebe
Roland Kusch, Leiter Klärwerk-Biebrich Landeshauptstadt Wiesbaden

Das Forschungsprojekt korrespondiert hervorragend mit dem diesjährigen „Tag des Wassers“ am 22. März, den die Vereinten Nationen unter das Motto: Coping with Water Scarcity – Wasserknappheit bewältigen - gestellt haben.
Um Wasser insgesamt effizienter zu nutzen, beispielsweise durch Mehrfachnutzung in der Bewässerung, der Straßenreinigung, als Feuerlöschwasser und so weiter, kann das moderne Membran-Bio-Reaktor-Verfahren (MBR-Verfahren) eingesetzt werden. Dieses Verfahren wird seit Jahresbeginn im Klärwerk Wiesbaden-Biebrich als Versuchsanlage betrieben.

Im konventionellen Klärverfahren zur Abwasserbehandlung werden die Schmutzstoffe durch Mikroorganismen – den so genannten „belebten Schlamm“ – abgebaut. Die Trennung von belebtem Schlamm und gereinigtem Wasser wird in Absetzbecken durchgeführt, wobei sich nicht absetzende Bakterien auch mit in den Ablauf gelangen können und somit die Wasserqualität verschlechtern.
Der Vorteil der MBR-Verfahrenstechnik, gegenüber konventionellen Anlagen liegt insbesondere darin, dass keine Bakterien in den Ablauf gelangen können. Die Trennung von belebtem Schlamm und Wasser wird von den Membranen durchgeführt, deren Poren (ca. 40 nm) deutlich kleiner als Bakterien sind. Die Membranen werden direkt in den belebten Schlamm getaucht. Durch einen geringen Unterdruck wird das Wasser aus dem Becken durch die Membran gesaugt. Das Abwasser kann damit auch direkt ohne eine zusätzliche Desinfektion wieder verwendet werden.

Zudem kann die Konzentration des belebten Schlamms im Reaktor deutlich gesteigert werden, so dass insgesamt ein geringerer Platzbedarf für die Kläranlage erforderlich ist.

Ein weiterer Vorteil der MBR-Verfahrenstechnik gegenüber der konventionellen Abwasserbehandlung liegt darin, dass im Abwasser befindliche Arzneimittel, Hormone etc. besser abgebaut werden. Die Gewässer werden damit weitgehend entlastet und können zum Beispiel zur Trinkwassergewinnung herangezogen werden.
Um die Membranen dauerhaft sauber zu halten, werden Reinigungschemikalien eingesetzt, die die Umwelt negativ belasten. Um auch die Reduzierung der Reinigungschemikalien zu erzielen, kooperieren seit Jahresbeginn die Microdyn-Nadir GmbH als Membran- und Modulhersteller, die ELW als Klärwerksbetreiber und die TU Darmstadt als wissenschaftliche Begleitung auf der Kläranlage Wiesbaden-Biebrich miteinander.
Das Kooperationsprojekt hat eine Laufzeit von insgesamt zwei Jahren. Ziel des Forschungsvorhabens, welches durch die Willy-Hager Stiftung (Stuttgart) finanziert wird, ist die komplette Vermeidung von Reinigungschemikalien beim Einsatz der Membranen.
Wiesbaden, 19. März 2007
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MICRODYN-NADIR |
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